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1898 – In diesem Jahr machte sich Berthold Jörger (geb. 02.06.1866) mit einer kleinen Gruppe von Männern im Gleisbau selbstständig. Zu jener Zeit wurden in ganz Europa die Hauptstrecken des Eisenbahnnetzes gebaut. 1897 hat er seine Frau Maria geheiratet, mit der er 7 Kinder zur Welt brachte.

 

1914 – Schon vor dem 1. Weltkrieg verfügte das Unternehmen über vier Kolonnen, die Gleisbauarbeiten ausschließlich in Handarbeit ausführten (vom Münchner Raum über die schwäbische Alb, nach Württemberg und Baden bis ins französische Lothringen).

Durch diese Umstände wurde jedes der sieben Kinder von Berthold und Maria Jörger auf einem anderen Bahnhof geboren.

 

1917 – In diesem Jahr erwarb Berthold Jörger den langjährigen Firmensitz in der Großglocknerstraße 1 in Untertürkheim und wurde hier mit seiner Familie ansässig.

Es war nun die Zeit nach dem 1. Weltkrieg und der Weltwirtschaftskrise gekommen. Die Streckennetze der Deutschen Reichsbahn wurden jedoch weiterhin zügig vervollständigt.

 

1933 – Mit dem Beginn des 2. Weltkrieges kamen große Probleme auf die Firma Jörger zu.

Im Alter von 68 Jahren starb Berthold Jörger am 1. November 1934. Eigentlich sollte der Sohn Berthold Jörger - der gleichnamige Sohn des Firmenbegründers - das Unternehmen übernehmen. Jedoch fiel dieser im 2. Weltkrieg. Der älteste Sohn Hans Jörger war damals schon in führender Position als Diplomingenieur bei der Firma Wayss & Freytag tätig und wollte nicht den eigenen Gleisbaubetrieb übernehmen. Das Unternehmen wurde für einige Jahre an Maria Jörger überschrieben.

 

1950 – In den 50er Jahren wechselte der Auftraggeber immer mehr von der Deutschen Bundesbahn zu den Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) und die Firma wurde wieder auf 80 Mitarbeiter, ausschließlich im Gleisbau, aufgestockt.

Bis zu 50 Mann kamen aus dem Ort Baltmannsweiler im Schurwald, die täglich den weiten Weg zur Baustelle auf sich nahmen, um für Erwin Jörger (der die Firma am 4. September 1943 in 2. Generation übernahm) zu arbeiten.

Erwin Jörger führte den Betrieb, der in den letzten Kriegsjahren auf bis 20 Mitarbeiter zerschlagen wurde, gemeinsam mit seiner Frau Berta Jörger, geb. Hartmann. Die Kinder Christel, Adelheid und Konrad wurden geboren.

Nachdem einige der Führungskräfte in Ruhestand gingen oder starben, wanderten die Mannschaften allmählich in die aufblühende Industrie des Neckartals ab. So holte man aus dem Bayrischen Wald 50 bis 60 Mitarbeiter, die in den Arbeiterunterkünften am Bruckwiesenweg (anfangs auf Strohsäcken) untergebracht waren. Man heuerte italienische, später auch jugoslawische und türkische Gastarbeiter an, die teilweise im Land blieben und hier sesshaft wurden.

 

1969 – Am 01. Januar 1969 übernahm der heutige Firmenchef Konrad Jörger das Unternehmen. Nach einer Maurer- und Zimmermannslehre und einem Bauingenieurstudium in Stuttgart kam der damals 25-Jährige nach 2 Lehrjahren in einem Ingenieurbüro in die Firma. Schon 1970 trat der langjährige Prokurist Helmut Raiser in die Firma ein, um den technisch orientierten Bauingenieur Konrad Jörger im kaufmännischen und betriebswirtschaftlichen Bereich zu ergänzen. Ende der 60er Jahre wurde dann der Straßen- und Kanalbau hinzugenommen. Der Mitarbeiterstamm wurde von den von Erwin Jörger übernommenen 30 Männern auf 90 ausgebaut.

 

1988 – Umzug ins Zentrum der Region Stuttgart/Württemberg, dem Hafen Stuttgart. Der heutige Firmensitz im Bruckwiesenweg 66.

 

1990 – Anfang der 90er Jahre begann die Firma Jörger sich im Recyclingbereich und in der Bodensanierung zu betätigen. In diesen Jahren reduzierten die SSB und die Deutsche Bundesbahn ihre Regiearbeiten erheblich. Desweiteren schritt die allgemeine Maschinisierung voran und das Kabelnetz der Deutschen Telekom war flächendeckend ausgebaut. Aus dieser Situation bedingt mussten einige Kolonnen wieder abgebaut werden. Es wurde auf etwa 50 Mitarbeitern reduziert. Je nach Auftragslage wurde mit einem vermehrten Subunternehmereinsatz reagiert.

 

1998 – Die Überregionalisierung der Märkte und der verringerte Baubedarf führten auch hier zu schwierigen Anpassungsprozessen. Die ersten Rückbaumaßnahmen zu Stuttgart 21 wurden schon begonnen. Mit qualifiziertem Fachpersonal nimmt die Firma Jörger an den umfangreichen Umbauarbeiten der Region Stuttgart/Württemberg teil. Die Zukunft bleiben die Schwerpunkte Gleis-, Industrie-, Kanal- und Straßenbau sowie moderne Bauformen in diesen Bereichen.

 

2003 – In diesem Jahr übernimmt der heutige kaufmännische Geschäftsführer Thomas Richter die Tätigkeit von Herrn Helmut Raiser, der in den wohlverdienten Ruhestand geht. Erste Aufträge für Stuttgart 21 wurden erledigt.

 

2005 – Das Leistungsbild der Firma Jörger im Bereich Gleisbau konzentriert sich hauptsächlich auf innerstädtischen Gleisbau.

 

2010 – Die Fa. Jörger ist im Hochbau verstärkt im Bereich der Sanierung und Umbauten tätig.

 

2014 – Die zentrale Umschlagsfläche für Stuttgart 21 am Nordbahnhof wird von der Firma Jörger in kürzester Zeit umgesetzt.

 

2015 – In Kooperation mit der Firma Kling entsteht der Erdumschlagsplatz im Bruckwiesenweg 66. Hier werden anfallende Erdmassen aus dem Großraum Stuttgart gelagert und weiterverarbeitet.

 

Jörger – Chronik

 

 

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